fbpx

Drei Länder – ein Fluss: Der RurUfer-Radweg

Erlebe naturnahes Radwandern auf dem neu gestalteten RurUfer-Radweg zwischen der Rur-Quelle im Hohen Venn bei Botrange (Belgien) und der Mündung in die Maas bei Roermond (Niederlande).

Ein beherzter erster Tritt in die Pedale, eine frische Brise, die um die Nase weht, und die Reise beginnt. Beim Radwandern auf dem über 170 Kilometer langen RurUfer-Radweg folgst Du dem bewegten Wasser der Rur von ihrer Quelle im Hohen Venn bei Botrange (Belgien) bis zu ihrer Mündung in die Maas bei Roermond (Niederlande).

Die Strecke ist dabei so wechselvoll und prägend wie der Wasserlauf und die Geschichte der Rur selbst. Mitten in der urwüchsigen Natur beim belgischen Signal de Botrange startet die Tour und führt über das Hohe Venn in die idyllische Eifelstadt Monschau. Die Stadt der Tuchmacher lädt mit ihren berühmten Fachwerkhäusern und den vielen verwunschenen Gassen zum Rasten und Entdecken ein.

Zurück im Sattel geht die Fahrt dem Weg des Wassers folgend durch das tiefe Rurtal entlang beeindruckender Schieferformationen in das Örtchen Einruhr und zu den südlichen Ausläufern des Rursees. Entlang des Rurseeufers schlängelt sich die Route durch die Ortschaften Rurberg und Woffelsbach und behält dabei immer den Nationalpark Eifel im Blick. Über den Staudamm Schwammenauel gelangt man nach Heimbach.

Beim sehenswerten Jugendstilkraftwerk wird hier die eindrucksvolle Energie des Wassers deutlich. Auf der weiteren Strecke bis nach Düren verwandelt sich die bergige Landschaft der Eifel in weitläufige Auen. Abseits der beeindruckenden Natur bieten viele Museen, wie das Papiermuseum oder auch das Leopold-Hoesch-Museum, beide in Düren, die Möglichkeit einer aufschlussreichen Rast. Wieder in Fahrt eröffnet das alte Gemäuer der eindrucksvollen Zitadelle von Jülich einen Blick in die Geschichte der historischen Festungsstadt.

Zuvor lockt ein kleiner Abstecher über eine der vielfältigen Schleifen des RurUfer-Radwegs zum Braunkohletagebau Inden. Von Weitem ist das stählerne Monument des Indemanns schon sichtbar. Die Stufen hinauf erklommen, bietet sich ein weitreichender und traumhafter Panoramablick.

Zurück am Flusslauf wird die Landschaft nun flacher, die Rur scheint gezähmt. Neben der beeindruckenden Natur sind es die vielen sehenswerten Herrenhäuser und Wasserschlösschen des Heinsberger Landes, die zusehends die Aufmerksamkeit wecken. Romantische Örtchen und zauberhafte Seen, wie der Adolfosee oder der Effelder Waldsee, säumen den Weg und laden zu aktiven oder entspannten Pausen ein.

Wo früher die Korbmacherei ein wichtiger Industriezweig war, zeugen zudem der ehemalige Förderturm und die Halde von einer geschichtsträchtigen Zeit. Auf den letzten Kilometern des RurUfer-Radwegs durch die fruchtbare Börde- und Auenlandschaft inhalierst Du noch einmal den Duft der weiten Natur, bevor Dich der Zielort, die niederländische Stadt Roermond, empfängt. In der denkmalgeschützten Altstadt lässt es sich in zahlreichen Geschäften und Cafés zum Abschluss herrlich verweilen.

Deine Zeit auf dem RurUfer-Radweg entlang des Flusses durch die Regionen wird vergehen, wie im Flug. So vielfältig und abwechslungsreich ist die Landschaft. Und so überraschend und spannend sind die Geschichten, die es unterwegs zu erkunden gibt.

Worauf wartest Du noch?

Der RurUfer-Radweg auf einen Blick

Start: Signal de Botrange (Belgien)
Ziel: Roermond (Niederlande)
Streckenlänge: 170,9 Kilometer (ohne Schleifen)
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Aufstieg: 492 Meter
Abstieg: 1.194 Meter