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Etappe 1: Botrange - Simmerath-Rursee

Wer es von Aachen oder Eupen aus bis zum höchsten Punkt Belgiens geschafft hat, erreicht eine in Mitteleuropa einzigartige Landschaft, das Hohe Venn. Das sensible Ökosystem Hochmoor, eine Landschaft mit ungewöhnlicher Tier- und Pflanzenwelt aber auch eine Region, die faszinierende Stimmungen erzeugt. Die Rurquelle kann am besten von der Aussichtsplattform am Signal de Botrange erlebt werden. Sie wird gespeist durch den großen Torfmoos-Schwamm des Venns.

Dieser Bereich darf nur mit einem Führer betreten werden – das Naturpark­zentrum Botrange ist hier die Anlaufstelle für alle Fragen. 

Von hier aus startet auch die rund 180 km lange Tour entlang der Rur. Die ersten waldreichen Kilometer führen über Küchelscheid am ehemaligen Kloster Reichenstein vorbei nach Mon­schau. Die in der Blütezeit der frühindustriellen Tuchmacherproduktion entstandene Altstadt mit ihren Fachwerk- und Bruchsteinhäusern wird noch heute von der aus dem 12. Jahrhun­dert stammenden Burg beherrscht. Nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten geht es nun neben der Rur auf einem der schönsten Abschnitte bis Grünenthal. Die wenigen Kilometer, die auf einer ruhigen Landstr. Gefahren werden müssen, sind von einem Radweg begleitet. In Einruhr, dem Dorf am See stellt sich die Frage, ob die 1. Etappe am beschaulichen Obersee endet oder es weiter bis an den wassersportaktiven Rursee zur Ortschaft Rurberg geht.

Etappe 2: Simmerath-Rursee - Heimbach

Von Einruhr oder  Rurberg aus verläuft der Weg auf 24 bzw. 18 km entlang der Eifeler Seenplatte. Der Rursee kann in zwei Varianten abgefahren werden. Erstens gibt es die Möglichkeit, die Orte Rurberg und Woffelsbach zu besuchen und dort auch zu verweilen.  Zweitens gibt es die Variante, durch den Nationalpark Eifel bis Schwammenauel, dem Ende der Rurseenplatte zu radeln. Von dort aus geht es hinab zum Jugendstilkraftwerk in Heimbach. Hier wird seit 1904 Strom aus Wasserkraft gewonnen. Neben einem musealen Teil arbeiten zwei hocheffektive Turbinen. Ziel dieser Etappe ist Heimbach. Die kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen wird überragt von seiner Burg, die seit 2009 eine internationale Kunstakadmie beherbergt, aber trotzdem zugänglich bleibt.

Alternativ kann die Route Einruhr/Rurberg bis Schwammenauel mit der Rurseeschifffahrt zurückgelegt werden.

Etappe 3: Heimbach – Jülich

Begleitet von den imposanten Bundsandsteinfelsen zwischen Heimbach und Kreuzau geht es neben der Rur durch die Wiege des heutigen Nordrhein-Westalen - einmal quer durch das ehemalige Herzogtum Kleve-Jülich-Berg. Eine Fahrt durch eine geschichtsträchtige Auenlandschaft, entlang an alten Burgen und Schlössern wie in Heimbach, Nideggen, Obermaubach, Niederau, Jülich oder Barmen. Wer will, kann den Teil der Rur zwischen Heimbach und Zerkall im Sommer (ab dem 15. Juli) mit dem Kanu zurücklegen. Perspektivenwechsel bieten auch die zahlreichen Museen und Lernorte, z.B. das WIZE in Heimbach, die Ausstellung Rur und Fels in Nideggen, das Burgenmuseum in Nideggen, das Papiermuseum in Düren oder das Stadtmuseum Jülich.

Absolut lohnenswert ist ein Abstecher an den Rand des Braukohle-Tagebaues Inden. Hier ist der neue Flusslauf der Inde  zu bestaunen, die sich mäadrierend durch die rekultivierte Fläche windet und wenige Kilometer weiter bei Jülich wieder in die Rur mündet.

Und wer noch mehr Geschichte haben will, der sollte ausreichend Zeit für den Brückenkopf-Park in Jülich mitbringen. Beeindruckend ist hier die sichtbare Präsenz strategischer Baumaßnahmen - kombiniert mit einem großen Freizeitangebot. 

Etappe 4: Jülich – Roermond

Die ebene Landschaft des Niederrheins, zahlreiche Burgen und die noch sichtbaren Monumente des ehemaligen Steinkohlereviers und des heutigen Braunkohletagebaus von Jülich bis Hückelhoven machen die Fahrt bis zur Mündung der Rur in die Maas zu einem eigenen Erlebnis. Auch hier sollte jeder genügend Zeit einplanen, um die Besonderheiten dieses fast vergessenen Landstriches an der unteren Rur besser kennen zu lernen. In Linnich lohnt ein Besuch des Glasbläserei-Museums. Die Freizeit-Region Heinsberg bietet mit der Stadt Wassenberg und dem Ortsteil Effeld sehr gute Küche, besonders zur Spargelzeit. Und auch in Roermond selbst lohnt sich ein Aufenthalt und vielleicht eine Stadtführung. Radler können zu einer interessanten Runde um die Maasplassen starten oder die Fahrt entlang der Maas fortsetzen.